BELEG FÜR OBERTEILE SELBER KONSTRUIEREN

Wusstest du, dass du einen Beleg ganz einfach selber konstruieren kannst, wenn im Schnittmuster eigentlich kein Beleg vorgesehen ist? Einen Beleg nutzt man immer dann, wenn man eine Stoffkante unsichtbar versäubern, hierfür aber kein Bündchen, Schrägband oder Jerseystreifen nutzen möchte.

 


HALSBELEG, ÄRMELBELEG, JACKENBELEG

Grob lassen sich drei verschiedene Belege unterscheiden: Halsbeleg, Ärmelbeleg und Jackenbeleg. Diese werden an die jeweiligen Stoffkanten genäht und dann verstürzt, also nach innen geschlagen. Optisch hört der Ausschnitt dann direkt an der Nahtlinie auf.  Ohne einen Beleg wäre immer auch die Nahtzugabe und die Stoffkante sichtbar.

Schnittkonstruktion: Belege für Oberteile konstruieren

AUSSCHNITT FÜR BELEG KOPIEREN

Ein Beleg ist nichts andere als eine Kopie des jeweiligen Ausschnittes und ist in der Regel 4-5 cm breit. Zeichne dir von dem gewünschten Ausschnitt eine Linie im Abstand von 4 bis 5 cm und übertrage auch auf den Beleg sämtliche Markierungen, die auch am Ausschnitt zu finden sind.

 

BELEG FÜR EINEN HALSAUSSCHNITT

Um einen Halsausschnitt mit einem Beleg zu versäubern, kopierst du sowohl am Vorderteil, als auch am Rückenteil den jeweiligen Ausschnitt.

Schnittkonstruktion: Belege für Oberteile konstruieren

ACHTUNG: Wird dein Ausschnitt später in Falten gelegt oder gekräuselt, dann darf der Beleg nur so lang sein, wie der fertige Ausschnitt mit Falten/Gekräusel. Der Beleg wird nie in Falten gelegt oder gekräuselt.

Zeichne in diesem Fall den Ausschnitt wie beschrieben ab und schneide den Beleg aus. Lege den Beleg dann wie vorgesehen in Falten, klebe diese fest und schneide den Beleg dann aus. Wenn der Ausschnitt gekräuselt wird, schneide den Teil zwischen den Markierungen heraus und klebe das Beleg-Schnittteil neu zusammen.

Schnittkonstruktion: Belege für Oberteile konstruieren

BELEG FÜR EINEN ÄRMELAUSSCHNITT

Um ein Oberteil ärmellos zu nähen, kannst du an Stelle des Ärmels einen Ärmelbeleg annähen. Zeichne hierfür sowohl am Vorder- als auch am Rückenteil den jeweiligen Armausschnitt ab und eine weitere Linie im Abstand von 4 bis 5 cm. Diese Streifen werden dann der Ärmelbeleg.

Schnittkonstruktion: Belege für Oberteile konstruieren

ACHTUNG: Sollte sich am Armausschnitt ein Abnäher befinden, darf der Beleg nicht 1:1 kopiert werden, sondern muss so lang sein wie der Armausschnitt mit genähtem Abnäher – also kürzer.

Zeichne in diesem Fall den Ausschnitt wie beschrieben ab und schneide den Beleg aus. Schließe dann am Beleg-Schnittteil den Abnäher, klebe ihn fest und schneide den Beleg erst dann aus.

BELEG FÜR EINE JACKE

Möchtest du ein Schnittmuster für einen Pulli gerne nutzen, um daraus eine Jacke zuzunähen, dann wird das Vorderteil des Schnittmusters nicht im Bruch zugeschnitten. Die Kanten können dann mit einem Beleg versäubert werden.

Kopiere hierfür sowohl die vordere Mitte, als auch den rückwärtigen Halsausschnitt. Am Vorderteil beträgt der Streifen dann aber nicht nur 4 -5 cm, sondern ist deutlich breiter.

Schnittkonstruktion: Belege für Oberteile konstruieren

BELEG ANNÄHEN

Wie so ein Beleg angenäht wird, das zeige ich dir in diesem Artikel

HIER GEHT ES ZUM TEIL 2: BELEGE FÜR UNTERTEILE 

Schnittkonstruktion: Belege für Oberteile konstruieren
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